Studien & Papers
2026
Langzeitergebnisse zu klinischen und röntgenologischen Aspekten von Keramikimplantaten: Eine retrospektive 11-jährige Kohortenstudie
Monzavi M, Masnavi M, Zraiqat A, Manesh A. Long-Term Clinical and Radiographic Outcomes of Ceramic Dental Implants: An 11-Year Retrospective Cohort Study. J Esthet Restor Dent. 2026 Jul 16. doi: 10.1111/jerd.70234. Epub ahead of print. PMID: 42464070.
Ziel
Die retrospektive Studie untersuchte die klinischen und radiologischen Ergebnisse moderner Keramikimplantatsysteme unter Praxisbedingungen über Nachbeobachtungszeiträume von bis zu 11 Jahren.
Insgesamt wurden 275 Keramikimplantate ausgewertet, darunter 83 Zeramex XT Implantate. Für die Gesamtkohorte betrug die mittlere Nachbeobachtungszeit 4,6 Jahre (Median: 4 Jahre; Spannweite: 4 Monate bis 11 Jahre). Die Kaplan-Meier-Analyse ergab über den Beobachtungszeitraum eine kumulative Implantatüberlebensrate von 97,6 %.
Ergebnisse
Für die 83 in der Studie eingeschlossenen Zeramex XT Implantate wurden folgende Ergebnisse berichtet:
- Mittlere Nachbeobachtungszeit: 4,2 Jahre
- Marginaler Knochenverlust (MBL) im ersten Jahr, Mittelwert ± SD: 0,74 ± 0,30 mm (Spannweite: 0,20–1,50 mm)
- Kaplan-Meier-Überlebensrate: 98,8 %
- Erfolgsrate: 95,1 %
- Finaler mGI, Mittelwert ± SD (Spannweite): 0,06 ± 0,24 (0–1)
- Finaler mPI, Mittelwert ± SD (Spannweite): 0,02 ± 0,15 (0–1)
In der Zeramex XT Gruppe trat ein Implantatverlust aufgrund einer aseptischen Lockerung auf – ohne klinische oder radiologische Anzeichen einer periimplantären Entzündung.
Drei weitere Implantate erfüllten die strengen radiologischen Erfolgskriterien der Studie nicht. Grund hierfür waren ein jährlicher Knochenverlust von > 0,2 mm/Jahr und/oder ein übermässiger Knochenverlust während des ersten Jahres. Daraus ergab sich für Zeramex XT eine Erfolgsrate von 95,1 %. Bemerkenswert ist zudem, dass in der Zeramex XT Gruppe keine Implantatfrakturen beobachtet wurden.
Fazit
Innerhalb des Beobachtungszeitraums zeigte Zeramex XT eine hohe Überlebens- und Erfolgsrate sowie stabile periimplantäre Knochen- und vorteilhafte Weichgewebsverhältnisse.
2025
Zweiteilige Zirkoniumdioxidimplantate: Retrospektive Praxisstudie mit bis zu 7-jähriger und im Mittel 3-jähriger Nachbeobachtung
Tartsch J, Chrcanovic B, Wennerberg A, Kohal R, Albrektsson T. Two-piece Zirconia Implants: An Office-based Retrospective Study with up to 7 and mean 3-Year Follow-Up. Int J Oral Maxillofac Implants. 2025 Jul 30;0(0):1-36. doi: 10.11607/jomi.11469. Epub ahead of print. PMID: 40736783.
Ziel
Ziel dieser retrospektiven Studie von Tartsch et al. (2025) war es, die klinischen Ergebnisse zweier identisch konstruierter zweiteiliger Zirkonoxid-Implantatsysteme, Zeramex XT und NobelPearl™, zu evaluieren.
Zwischen 2017 und 2024 wurden insgesamt 167 Implantate bei 106 Patientinnen und Patienten inseriert und über einen Zeitraum von bis zu 88 Monaten (Mittelwert: 39,1 Monate) nachverfolgt. Neben der Überlebensrate der Implantate wurden der marginale Knochenverlust (MBL), klinische Parameter sowie die Oberflächeneigenschaften mittels 3D-Profilometrie untersucht. Die statistische Auswertung umfasste deskriptive Analysen sowie eine Überlebensanalyse nach der Life-Table-Methode.
Ergebnisse
Sowohl Zeramex XT als auch NobelPearl™ zeigten über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren eine Überlebensrate von 98,2 % sowie stabile periimplantäre Gewebeverhältnisse. Der mittlere marginale Knochenverlust lag zwischen –0,14 mm und –0,58 mm. Die Oberflächenrauigkeit war gering (Sa ~0,5 µm). In der univariaten Analyse ließ sich kein Risikofaktor identifizieren, der signifikant mit einem Implantatverlust assoziiert war.
Zirkoniumdioxid in der Zahnmedizin
Porporati, A. A. (2025). Zirconia in dentistry. In C. Picconi & M. Özcan (Eds.), Zirconia: Material properties and surgical principles for dental implants and restorations (pp. 25–33). Quintessence Publishing.
Der Autor beschreibt die Materialeigenschaften von Zirkoniumdioxid und dessen Bedeutung in der Zahnmedizin, mit besonderem Fokus auf das Phasenumwandlungsverhalten, die mechanische Leistungsfähigkeit und die Verarbeitung.
Der Einsatz von Keramiken in der Medizin, einschliesslich der Zahnmedizin, hat aufgrund ihres günstigen biologischen Verhaltens und ihrer Korrosionsbeständigkeit im oralen Milieu zugenommen.
Insbesondere Zirkoniumdioxid hat an Bedeutung gewonnen, nachdem die sogenannte Umwandlungsverstärkung (engl.: transformation toughening) entdeckt wurde, die eine breitere Anwendung keramischer Materialien ermöglichte. Zirkoniumdioxid liegt je nach Temperatur in monokliner, tetragonaler und kubischer Kristallstruktur vor. Seine Eigenschaften können durch Stabilisierung mit Oxiden wie Yttriumoxid gezielt verändert werden, wodurch yttriumstabilisiertes tetragonales Zirkoniumdioxid-Polykristall (Y-TZP) entsteht.
Die Umwandlung von der tetragonalen in die monokline Phase geht mit einer Volumenzunahme und Scherverformung einher. Dadurch entstehen Druckspannungen, die die Rissausbreitung verlangsamen und die Zähigkeit erhöhen. Die Wirksamkeit dieses Mechanismus hängt von Faktoren wie der Konzentration des Stabilisators, der Korngröße und mikrostrukturellen Einschränkungen ab.
Die Verarbeitung von Zirkoniumdioxid, insbesondere das Sintern, spielt eine entscheidende Rolle für die Mikrostruktur und das mechanische Verhalten. Materialmodifikationen, wie die Zugabe von Aluminiumoxid, können die Alterungsbeständigkeit verbessern und die mechanischen Eigenschaften beeinflussen. Darüber hinaus haben Entwicklungen bei CAD/CAM-Zirkoniumdioxidmaterialien die optischen Eigenschaften durch Veränderungen in Zusammensetzung und Mikrostruktur verbessert.
Fazit
Zirkoniumdioxid hat sich in der dentalen Implantologie etabliert, da seine Eigenschaften den klinischen Anforderungen entsprechen und Ergebnisse erzielt wurden, die mit denen von Titan vergleichbar sind.
Einfluss des Bürstens auf die Retentionskraft und Oberflächenrauigkeit von drei Patrizen für Overdenture-Befestigungen: Eine In-vitro-Studie
Mangkorn W, Kamonkhantikul K, Homsiang W, Arksornnukit M. Brushing effect on retentive force and surface roughness of three overdenture attachment patrices: An in vitro study. J Prosthodont. 2025 May 21. doi: 10.1111/jopr.14075. Epub ahead of print. PMID: 40400095.
Ziel
Das Ziel der Studie war es, die Auswirkungen des Bürstens auf die Retentionskraft und Oberflächenrauigkeit von Titan-, beschichtetem Titan- und Zirkoniumdioxid-Patrizen in verschiedenen implantatgetragenen Overdenture-Befestigungen, darunter Zeramex Docklocs®, zu untersuchen.
Fazit
Die Patrizen des Prothesenbefestigungssystems Zeramex Docklocs® konnten nach simuliertem Bürsten mit bis zu 150.000 Zyklen, was einer klinischen Nutzungsdauer von etwa 15 Jahren entspricht, ihre Retentionskraft und ihre Oberflächeneigenschaften beibehalten.
Ex-vivo-Vergleich von Bohrtechniken zur Optimierung der Primärstabilität von Zirkoniumdioxidimplantaten in unterschiedlichen Knochendichten
Sagheb, K., Yildirimturk, S., Kaya, S. et al. Ex vivo comparison of drilling techniques for optimizing primary stability of zirconia dental implants in different bone densities. Int J Implant Dent 11, 28 (2025). https://doi.org/10.1186/s40729-025-00603-z
Ziel
Ziel der Studie von Sagheb et al. (2025) war es, die Primärstabilität von Zirkoniumoxidimplantaten unter Verwendung unterschiedlicher Bohrprotokolle zu untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf den Auswirkungen des Gewindeschnitts auf das Eindrehmoment sowohl bei gemischten (D2/D3) als auch bei weichen (D4) Knochentypen lag.
Fazit
Eine Verringerung des Gewindeschnitts erhöht die Primärstabilität, wie das Eindrehmoment zeigt. Die Reduzierung des Gewindeschnitts führte zu einer verbesserten Stabilität von Zeramex XT im weichen Knochen D4. Im Knochen D2/D3 benötigte Zeramex XT einen vollständigen Gewindeschnitt, um innerhalb des vom Hersteller angegebenen Drehmomentbereichs von 20-45 Ncm zu bleiben.
2023
Bruchfestigkeit eines zweiteiligen Zirkoniumdioxid-Implantatsystems nach künstlicher Belastung und/oder hydrothermaler Alterung – eine In-vitro-Untersuchung
Kohal RJ, Schikofski T, Adolfsson E, Vach K, Patzelt SBM, Nold J, Wemken G. Fracture Resistance of a Two-Piece Zirconia Implant System after Artificial Loading and/or Hydrothermal Aging-An In Vitro Investigation. J Funct Biomater. 2023 Dec 15;14(12):567. doi: 10.3390/jfb14120567. PMID: 38132821; PMCID: PMC10743638.
Ziel
Ziel der vorliegenden Studie war es, die Bruchfestigkeit des zweiteiligen Implantatsystems Zeramex XT zu untersuchen. Dafür wurden 32 Implantate mit verschraubten Abutments aus Zirkoniumdioxid in vier Gruppen mit jeweils acht Proben aufgeteilt. Gruppe 0 (Kontrollgruppe) wurde weder belastet noch in einem Kausimulator gealtert; Gruppe H wurde hydrothermal gealtert; Gruppe L wurde mit 98 N belastet; und Gruppe HL wurde sowohl der hydrothermalen Alterung als auch der Belastung in einem Kausimulator unterzogen. Eine Probe jeder Gruppe wurde auf t-m-Phasenumwandlung untersucht, die anderen wurden bis zum Bruch belastet. Zur Bewertung der Unterschiede zwischen den Gruppen wurde eine einseitige ANOVA durchgeführt.
Während der Simulation des künstlichen Kauens kam es zu keiner Implantatfraktur. Ausserdem gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede (p > 0,05) zwischen den Gruppen in Bezug auf die Bruchfestigkeit (Gruppe 0: 783 ± 43 N; Gruppe H: 742 ± 43 N; Gruppe L: 757 ± 86 N; Gruppe HL: 740 ± 43 N) und das Biegemoment (Gruppe 0: 433 ± 26 Ncm; Gruppe H: 413 ± 23 Ncm; Gruppe L: 422 ± 49 Ncm; Gruppe HL: 408 ± 27 Ncm).
Fazit
Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung kann der Schluss gezogen werden, dass die künstliche Belastung und die hydrothermale Alterung die Bruchfestigkeit des untersuchten Keramikimplantatsystems Zeramex XT nicht verringern.
Die restaurativen Versorgungen mit Keramikimplantaten
Tartsch, J. (2023). Die restaurativen Versorgungen mit Keramikimplantaten. Quintessenz publishing, Implantologie, (3).
In seinem Paper „Restaurative Versorgungen mit Keramikimplantaten“ geht Dr. Jens Tartsch auf wichtige Aspekte wie Materialgrundlagen der Hochleistungskeramik, klinische Aspekte der Materialeigenschaften sowie Implantat- und Versorgungskonzepte ein und zeigt restaurative Versorgungsmöglichkeiten mit dem Implantatsystem Zeramex XT auf.
Fazit
Keramikimplantate können in Bezug auf Materialstabilität, Oberflächengestaltung und Erfolgsraten mit Titanimplantaten mithalten und weisen gleichzeitig eine höhere biologische Verträglichkeit auf.
Klinische Ergebnisse von Zirkoniumdioxidimplantaten: Eine systematische Übersicht und Meta-Analyse
Mohseni P, Soufi A, Chrcanovic BR. Clinical outcomes of zirconia implants: a systematic review and meta-analysis. Clin Oral Investig. 2023 Dec 23;28(1):15. doi: 10.1007/s00784-023-05401-8. PMID: 38135804; PMCID: PMC10746607.
In die Meta-Analyse wurden 25 Studien eingeschlossen, die Informationen über die Misserfolgsrate von Implantaten in einer beliebigen Gruppe von Patienten mit Zirkoniumdioxidimplantaten liefern.
In den Studien wurde über 4017 Zirkoniumdioxidimplantate (darunter 49 Zeramex T-Implantate) bei 2083 Patienten berichtet. Bei den Patienten handelte es sich um 851 (42,4 %) Männer und 1 157 (57,6 %) Frauen, wobei für 75 Patienten keine Angaben zum Geschlecht vorlagen. Die Patienten erhielten im Durchschnitt 1,91 ± 1,51 (Spanne: 1-14) Implantate. 7 von 25 Studien hatten eine Nachbeobachtungszeit von mehr als 60 Monaten.
Ergebnisse
Die kumulative 10-Jahres-Überlebensrate von Zirkoniumdioxid-Implantaten betrug 95,1 %. Der mittlere MBL schwankte über lange Beobachtungszeiträume (bis zu 132 Monate) zwischen 0,632 und 2,060 mm.
2022
Spektrometrische Analyse des Abriebs von metallischen und keramischen Zahnimplantaten nach dem Einsetzen: Eine In-Vitro-Studie
Romanos GE, Fischer GA, Rahman ZT, Delgado-Ruiz R. Spectrometric Analysis of the Wear from Metallic and Ceramic Dental Implants following Insertion: An In Vitro Study. Materials (Basel). 2022 Feb 4;15(3):1200. doi: 10.3390/ma15031200. PMID: 35161144; PMCID: PMC8838065.
Ziel
Ziel dieser Studie war es, den Abrieb von Titan- und Zirkoniumdioxidimplantaten zum Zeitpunkt der Insertion mit Hilfe der Röntgenfluoreszenzspektrometrie (RFA) und eines In-vitro-Protokolls mit künstlichen Rinderknochenplatten zu untersuchen. Fünf Gruppen wurden mit Hilfe der RFA-Spektrometrie analysiert: Gruppe 1-4 (Titanimplantate) und Gruppe 5 (Zirkoniumdioxidimplantate Zeramex XT). Die Implantate wurden in zwei Knochenblöcke eingesetzt, die durch einen Schraubstock zusammengehalten wurden. Die Blöcke wurden getrennt, und die Insertionsstellen wurden auf Titan (Ti) und Zirkonium (Zr) untersucht. Es wurden statistische, deskriptive Analysen der Ti- und Zr-Konzentrationen in der koronalen, mittleren und apikalen Knochengrenzfläche durchgeführt. Eine vergleichende Analyse bestätigte Unterschiede zwischen der Oberflächenstabilität des Implantats und der Ti-Akkumulation an den Insertionsstellen des Knochenblocks. Es bestand ein direkter Zusammenhang zwischen der Implantatlänge und der auf dem Knochenblock gefundenen Titanmenge. Titan wird zum Zeitpunkt der Implantation von der Implantatoberfläche abgelöst.
Fazit
Die Ergebnisse der Studie bestätigen den Abrieb von metallischen, aber nicht von keramischen Implantaten wie Zeramex XT zum Zeitpunkt der Insertion.
Keramikimplantate: Material, Eigenschaften und Anwendungskonzepte im Überblick
Tartsch J, Blatz MB. Ceramic Dental Implants: An Overview of Materials, Characteristics, and Application Concepts. Compend Contin Educ Dent. 2022 Sep;43(8):482-488; quiz 489. PMID: 36170627.
Neben den theoretischen Grundlagen inkl. des Überblicks über das Material, die Zusammensetzung von Zirkoniumdioxidimplantaten sowie moderne Herstellungstechnologien, werden im Beitrag verschiedene Implantatkonzepte und deren klinische Vorteile diskutiert.
Die Vorteile des zweiteiligen und reversibel verschraubten (carbonfaserverstärkte Schraube aus PEEK) Keramikimplantat-Konzepts werden auch anhand eines Frontzahnfalls sowie dessen 3-Jahres-Follow-ups (stabile, gute ästhetische Weichgewebeverhältnisse sowie eine stabile Knochensituation ohne Knochenverlust) veranschaulicht.
Die derzeit verfügbaren Daten zeigen, dass sich Zahnimplantate aus Hochleistungskeramik dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung in Bezug auf Materialstabilität, Oberflächengestaltung und Erfolgsraten den Titanimplantaten angenähert haben. Für Keramikimplantate können weitgehend die bekannten chirurgischen und prothetischen Protokolle übernommen werden.
2020
Titan- und Zirkonoxidimplantate im Vergleich: Immunologische und toxikologische Aspekte
Jacobi-Gresser, E. Titan- und Zirkonoxidimplantate im Vergleich: Immunologische und toxikologische Aspekte. DENTALE IMPLANTOLOGIE. Juni 2020. Jg. 24, Ausgabe 04, S. 216–221.
Die Autorin geht auf immunologische und toxikologische Aspekte des Implantatmaterials Titan und Zirkoniumdioxid ein, erklärt den immunologischen Pathomechanismus der Mukositis- und Periimplantitis-Entwicklung und fasst Ergebnisse klinischer und präklinischer Studien zu Titan- und Zirkoniumdioxidimplantaten zusammen.
Während Titan im biologischen System in Abhängigkeit von der Oberflächenmorphologie mehr oder weniger der Tribocorrosion unterliegt und in der Folge immunologische und toxikologische Reaktionen auslösen kann, zeichnet sich das vollkommen oxidierte und gesinterte Implantatmaterial Zirkoniumdioxid durch bessere Korrosionsresistenz aus und besitzt aufgrund dessen eine höhere biologische Verträglichkeit.
Mit der weltweit stetig wachsenden Anzahl inserierter Titanimplantate steigt auch die Rate sich entwickelnder Gewebeentzündungen um das Implantat. Einer Meta-Analyse zufolge liegen Mittelwerte für die periimplantäre Mucositis bei 43 % und für die Periimplantitis bei 22 %. Es besteht eine Korrelation von Periimplantitisprävalenz und verkürzter Implantat-Funktionszeit.
Fazit
Weitere systemische Belastungen durch oral eingebrachte Metalle, aber auch durch andere zahnärztliche Werkstoffe, können einen entzündlichen Dauerreiz für das Immunsystem darstellen. Schon die Reduktion von oralen Metallen und deren negativen Auswirkungen durch den überlegten Einsatz moderner Hochleistungskeramiken kann eine Entlastung des Immunsystems bewirken. Hierzu zählt auch der bevorzugte Einsatz von Zirkoniumdioxid als Implantatmaterial und als Werkstoff in der prothetischen Rehabilitation.
2016
Erfolgsrate von zweiteiligen Zirkoniumdioxidimplantaten – eine retrospektive statistische Analyse
Jank, Siegfried PhD, MD, DMD; Hochgatterer, Gregor DMD. Success Rate of Two-Piece Zirconia Implants: A Retrospective Statistical Analysis. Implant Dentistry 25(2):p 193-198, April 2016. | DOI: 10.1097/ID.0000000000000365
Ziel
Ziel der Studie war es, den klinischen Erfolg von zweiteiligen Zeramex-Implantaten hinsichtlich der Osseointegration anhand der Garantiedaten der Hersteller zu bewerten.
Im Zeitraum von 2010 bis 2014 wurden die Daten von 15.255 verkauften Implantaten retrospektiv ausgewertet.
Ergebnisse
Zeramex T wies eine durchschnittliche Erfolgsquote von 96,7 % auf, während die Zeralock-Implantate eine durchschnittliche Erfolgsquote von 98,5 % hatten.
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